Beckmesserisch – Bedrängnis – Flächenbrand – Notbremse ziehen – stattgeben – anprangern – verpassen – sich abheben – sich bemüßigt fühlen – knebeln

  1. Carping, caviling – beckmesserisch. Das sind aber beckmesserische Einwände gegen einen schönen und oft sehr komischen Film, in dessen Zentrum Liam Neeson und Laura Linney alle Höhen und Tiefen dieser Liebes- und Arbeitsbeziehung auf der emotionalen Achterbahn ohne großes Getue sichtbar machen.
  2. Distress – das Bedrängnis. Das bislang mit fast 200 Toten schwerste Flugzeugunglück in der Geschichte Brasiliens hat nun auch Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva in Bedrängnis gebracht. In den brasilianischen Medien wurde am Freitag kritisiert, dass seine Regierung bislang nichts gegen die schon bekannten Mängel in der Luftfahrtsicherheit unternommen hat. *** Rund zwei Wochen nach Beginn einer Pannenserie in den schleswig-holsteinischen Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel gerät der Betreiberkonzern Vattenfall Europe weiter in Bedrängnis. Polizeibeamte verschafften sich am Freitag per Durchsuchungsbeschluss der Staatsanwaltschaft Zutritt zum Gelände des AKW Krümmel, um dort einen verantwortlichen Reaktorfahrer zu befragen.
  3. Escalation of a dangerous problem – der Flächenbrand. Alles hängt an der Vorsicht und Umsicht, mit der vorgegangen wird – und an der Tatsache, dass Regierungen bzw. Notenbanken rechtzeitig eingreifen müssen, um einen Flächenbrand zu verhindern. Das war 1998 der Fall, als fast gleichzeitig nicht nur Russland seine Verpflichtungen nicht mehr erfüllte, sondern auch der Crash eines hochspekulativen Hedge-Fonds mit folgender internationaler Kettenreaktion nur durch das Eingreifen der US-Federal Reserve Bank verhindert wurde.
  4. To put a brake on – die Notbremse ziehen. Im hoch verschuldeten Stadtstaat hat der neue rot-grüne Senat die Notbremse gezogen. Das kleinste Bundesland ist mit mehr als 13,5 Milliarden Euro verschuldet. Bis Ende September müssen alle Ressorts Sparpotenziale benennen.
  5. To admit, to accept (an objection) – einer Sache stattgeben. Die USA haben im Streit um Landwirtschafts-Subventionen für Baumwolle vor der Welthandelsorganisation eine Niederlage erlitten. Ein WTO-Gremium gab am Freitag einer Klage Brasiliens statt, das die Hilfen für US-Bauern angeprangert hatte.
  6. To decry, to denounce – anprangern. Auf der Homepage der Taliban, der selbst ernannten „Stimme des Dschihad“, veröffentlichte das „Islamische Emirat“ vor wenigen Tagen eine Erklärung zur Pressefreiheit. „Wir arbeiten mit Reportern und Journalisten aus ganzem Herzen zusammen“, heißt es in dem Pamphlet, das „einseitige“ und „ungerechte“ Berichterstattung über die Taliban anprangert. *** Sieh auch oben.
  7. To give – verpassen. Amerikanische Regierungen haben schon so manche Methode ausprobiert, um aus dem Nahen und Mittleren Osten eine Region des Friedens und der Freunde Amerikas zu machen. Der Idee dahinter verpasst das politische Washington dann gern ein Etikett: Realismus oder Idealismus, Isolationismus oder Neokonservatismus. *** Toyota frischt den beliebten Kompakt-Van auf und verpasst dem Corolla Verso nicht nur eine neue Nase, sondern auch einen serienmäßigen Rußpartikelfilter. *** Cristina Kirchner kann im Wahlkampf viele Stärken in die Waagschale werfen. Allerdings gilt sie als hochfahrend und autoritär. Auch kommt es nicht bei allen gut an, dass die zweifache Mutter nie ungeschminkt aus dem Haus geht und stets elegante Kleidung und teuren Schmuck trägt. Eine Biografin verpasste ihr deswegen den Beinamen „Königin Cristina“.
  8. To stand out from sb/sth – sich von jm/ets abheben. Trotz dieser Kritikpunkte ist das Buch anregend zu lesen und hebt sich von anderen Publikationen zum Thema ab.
  9. To feel obliged to do sth – sich zu ets bemüßigt fühlen (ironisch). Die Furcht vor Verlusten hat den Börsianern nun allgemein die Lust auf Risiko verdorben. Die Finanzagentur Moody’s fühlte sich dieser Tage bemüßigt, die Märkte zu beruhigen: Es existiere kein „Systemrisiko“ und keine „generelle Bedrohung der Integrität des Weltfinanzsystems“. *** Seit Jahren schon eine treue Leserin Ihrer Kolumne, fühl ich mich nun endlich bemüßigt, ein Kommentar abzugeben.
  10. To gag – knebeln. Zwei maskierte Männer haben Mittwochabend den Besitzer eines Antiquitätengeschäfts gefesselt, geknebelt und anschließend ausgeraubt. *** Wie kann es sein, dass in unserem Land das Militär die Presse zu knebeln versucht, wenn unliebsame Fakten aufgedeckt werden?

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: