Anschwellen/abschwellen – Spalier stehen – Stehkragen – glutrot – Absteige – Banause – erheischen – im Luxus schwelgen – erpicht

September 5, 2007 von oliva
  1. To rise/to subside – anschwellen/abschwellen. Prophetische Gesänge schwellen auf und ab im Wechsel der Zeiten; in diesen Tagen schwellen sie wieder einmal an.
  2. To form the guard of honor – Spalier stehen. Als Sigmund Jähn am 21. September in die DDR zurückkehrte, wurde ihm ein triumphaler Empfang bereitet. Es begann mit einer dreißig Kilometer langen Fahrt durch Berlin, bei der die Bevölkerung Spalier stand. Es folgte die Auszeichnung durch Erich Honecker mit den höchsten Orden der DDR sowie dem eigens für ihn gestifteten Titel „Fliegerkosmonaut der DDR“, dessen erster und letzter Träger er wurde, da nach ihm nie wieder ein DDR-Bürger in den Weltraum flog.
  3. Stand-up collar – der Stehkragen. Während jedoch Goethe auf den Betrachter blickt, geht Schillers Blick in die Weite. Einen charakterisierenden Unterschied macht auch die Kleidung aus: Goethe trägt den seinerzeit bei Hofe üblichen Staatsrock mit Stehkragen, Schiller die Zivilkleidung der Zeit.
  4. Fiery – glutrot. Frühaufsteher kommen in den Genuss des Sonnenaufgangs, wenn die Sonne glutrot am Horizont erscheint.
  5. Flophouse – die Absteige. Das Gebäude ist bekannt als Absteige von Prostituierten.
  6. Philistine – der Banause. Beutel in die Tasse und heißes Wasser drauf: Bei der Tee-Zubereitung sind wir Banausen. Und die Chinesen wahre Meister.
  7. Nonsense – die Flause. Allerdings hatte der Bursche nichts als Flausen im Kopf und eine große Fresse.
  8. To deserve, to command – erheischen. Während aber Clinton mit unschuldigem Jungenlächeln Vergebung für jede seiner überraschenden Wendungen erheischt, wird die humorlose Rodham jahrelang ihrer Gesinnungswandlungen geziehen.
  9. To live in the lap of luxury – im Luxus schwelgen. Der Prachtbau aus dem Jahr 1835 diente bis 1925 dem Maharadscha von Jaipur als Residenz, ehe er 1957 zum ersten Palasthotel Indiens umfunktioniert wurde. Wer hier im Luxus schwelgt, wer in riesigen Betten schläft, einen Butler zur Verfügung hat und einen Drink in der Polo-Bar nimmt, der vergisst, dass die Armut nicht weit entfernt ist.
  10. To be keen on – auf ets erpicht sein. Die deutschen Banken sind gerade in den letzten Monaten und Jahren ja sehr erpicht gewesen, das Unternehmenskreditgeschäft zu verstärken, Mittelstandskreditgeschäft zu verstärken.

Hart ins Gericht gehen – ausschweifend – Meise – aufrütteln – langatmig – umschlagen – durchwachsen – zeitgemäß – durchziehen – entlocken

September 4, 2007 von oliva
  1. To be hard on sb – mit jm hart ins Gericht gehen. Er vermeidet eine vordergründige Parteilichkeit und geht stattdessen mit der Politik allgemein, gleich welcher Couleur, hart ins Gericht.
  2. Extravagant, luxurious – ausschweifend. Ausschweifende Partynächte gibt es bei ihr nicht und nach Skandalen kann man lange suchen.
  3. Titmouse – die Meise. Meisen leben in der Nähe menschlicher Siedlungen und nehmen gerne das Futterangebot von Menschen an.
  4. To jolt, to galvanize – aufrütteln. Es muss schon sehr gute Gründe geben, wenn man ekelerregende Bilder verwendet, um das Publikum aufzurütteln. Die Textilfirma Benetton kam vor Jahren wirtschaftlich ins Wanken, als sie in ihrer Werbung abstoßende Bilder verwendete, um auf soziale Missstände hinzuweisen. *** Wenn es darum geht, die letzten Wähler aufzurütteln oder aus der Reserve zu locken, scheinen die Politiker mehr der Polemik und dem Schein zu trauen als dem Argument.
  5. Long-winded – langatmig. Dank überraschender Wendungen und einer exzellenten Besetzung wirkt das Kriminaldrama nie langatmig.
  6. To change into – in ets umschlagen. Wir haben im abgelaufenen Monat gesehen, was passiert, wenn Risikobereitschaft in Risikoaversion umschlägt. Dann steigen kurzfristig die Zinsen an den Geldmärkten.
  7. Marbled (meat) – durchwachsen. Eisbein ist stark durchwachsen und von einer dicken Fettschicht umgeben.
  8. Modern, up-to-date – zeitgemäß. 60 Prozent aller befragten Frauen meinen sogar, dass Heiraten nicht mehr zeitgemäß ist. Bei den Männern denkt das nur jeder Zweite.
  9. To pervade – durchziehen. Diese Art von Humor durchzieht den Roman und entlockt dem Leser des Öfteren ein Schmunzeln oder sogar ein lautes Lachen.
  10. To elicit sth – jm ets entlocken. Sieh oben.

Spicken – schwindelerregend – Beutelsäuger – seiner Fantasie freien Lauf lassen – wackelig – kurzweilig – schlittern – schnörkellos – mit etwas aufräumen – eingängig

September 3, 2007 von oliva
  1. To pepper (a text) with – mit ets spicken. Während der erste Teil des Buches eine recht sachliche Analyse enthält, ist der zweite und dritte Teil des Buches zunehmend mit Polemik gespickt.
  2. Astronomical – schwindelerregend. Schlichte Begriffe als Domain-Namen sind längst nicht mehr zu bekommen – oder nur noch zu schwindelerregenden Preisen.
  3. Marsupial – der Beutelsäuger. So vielfältig wie die Habitate der Beutelsäuger sind auch ihre Lebensweisen, und es lassen sich kaum verallgemeinernde Aussagen treffen.
  4. To give free rein to one’s imagination – seiner Fantasie freien Lauf lassen. In seinem Bastelzimmer fühlt sich der 66-jährige Rentner wohl und kann seiner Fantasie freien Lauf lassen.
  5. Shaky, wobbly – wackelig/wacklig. Seine Argumentation beruht auf wackeligem Boden.
  6. Entertaining – kurzweilig. Durchaus unterhaltsam und kurzweilig geschrieben, mit einer gelungenen Mischung von Humor und Ernsthaftigkeit.
  7. To slide – schlittern. Händler meinen, die Stimmung leide unter den Aussagen des US-Hypothekenfinanzierers Countrywide Financial, nach denen die USA wegen der Immobilienkrise in eine Rezession schlittern könnten.
  8. No frills, plain – schnörkellos. Die Austellung «NeoRealismo – Die neue Fotografie in Italien 1932-1960» im Fotomuseum Winterthur zeigt Bilder von grosser Sprengkraft. Gezeigt wird die Armut des Südens ebenso schnörkellos wie die blühende Stadt Mailand mit ihren modebewussten Menschen.
  9. To do away with sth – mit ets aufräumen.  Der Psychiater stellt bei den ausländischen Patienten häufig Belastungs- und Anpassungsreaktionen fest. Zugleich räumt er mit Vorurteilen auf: Aggressives Verhalten finde sich bei ihnen nicht häufiger als bei deutschen Patienten mit psychischen Störungen.
  10. Catchy – eingängig. Die Gruppe beeindruckt durch eingängige Melodien, treibende Gitarrenriffs, durchdachten Satzgesang, kraftvolle Rhythmusgruppe und unverwechselbaren Sound.

Schnepfe – sabbern – in Gang setzen – verherren – Veranlagung – abkanzeln – inbrüstig – entfesseln – flirren – ar wie eine Kirchenmaus

September 2, 2007 von oliva
  1. Silly cow – die Schnepfe. Als ich neulich auf dem Amt war, um meine Zeugnisse kopieren zu lassen, war da eine Schnepfe – unglaublich.
  2. Slaver – sabbern. Pawlow entdeckte das Phänomen der klassischen Konditionierung: Da es immer Futter gab, wenn die Glocke läutete, sabberten die Hunde schon bald auch ohne Futter, allein wenn der Ton erklang. Kinder fangen beim Anblick eines McDonald’s-Logos zwar nicht an zu sabbern, aber das Essen schmeckt ihnen dennoch besser.
  3. To get sth going – in Gang setzen. In der kurzen Zeit, in der er französischer Präsident ist, hat Sarkozy dank eines unzähmbaren Willens innenpolitisch viel in Gang gesetzt.
  4. To devastate – verherren. Waldbrände verheeren weiterhin Italien. *** In Ihrer Dissertation über die deutsche Nachkriegsprosa zeigte sie, wie der Faschismus die deutsche Sprache verheert hatte, so dass die Schriftsteller in gewisser Weise wieder bei null anfangen mussten.
  5. Predisposition – die Veranlagung. Es gibt aber Leute, die jeden tag Pommes essen können und nicht dick werden. Ich denke, ist Veranlagung!
  6. To dress sb down – jn abkanzeln. Abgekanzelt wie dumme Schuljungen mussten sich die sichtlich genervten Abteilungsleiter fühlen.
  7. Fervently – inbrüstig. In allen möglichen Diskussionen verteidigte er inbrüstig sein Wertesystem.
  8. To unleash – entfesseln. Entfesselte Naturgewalten sind nun mal nur bei möglichst guter Vorsorge und bei bester Ausrüstung und Technik halbwegs zu kontrollieren.
  9. To shimmer – flirren. Flirrende Hitze und erbarmungslose Trockenheit geben in den Grand Canyons im Südwesten der USA den Rhythmus vor.
  10. Poor as a church mouse – arm wie eine Kirchenmaus. Seit Jahren wollte der Senatsfuhrpark einen neuen Dienst-Mercedes für den regierenden Bürgermeister kaufen, doch Berlin ist arm wie eine Kirchenmaus.

Voreilig – sich selbst überlassen sein – in rosigen Farben schildern – Segnung – zertrümmern – Seidenspinner – sich häuten – Besatzungsmacht – sich die Zähne ausbeißen – aufzehren

September 1, 2007 von oliva
  1. Hasty – voreilig. Voreilige Prognosen will der Abteilungsleiter allerdings nicht wagen
  2. To be left to one’s own devices – sich selbst überlassen sein. In Stadtteilen wie Wedding sieht man oft dreijährige Kleinkinder auf der Straße, die mitten in einer Horde von Geschwistern sich selbst überlassen sind.
  3. To paint a rosy picture of sth – etwas in rosigen Farben schildern. Nachdem er den neuen Vertrag in den rosigsten Farben geschildert hatte, habe ich unterschrieben „, bedauert der betrogene Rentner.
  4. Blessing – die Segnung. Nach der Segnung des Neubaus durch den Pfarrer Ephraim Umoren und der symbolischen Schlüsselübergabe nahmen die Besucherinnen und Besucher aus Pfarrei und Gemeinde die Gelegenheit wahr, den Bau zu inspizieren.
  5. To smash – zertrümmern. Wie wild brüllte der 38-jährige Murauer um vier Uhr morgens vor einem geschlossenen Lokal in St. Georgen herum, schnappte sich einen Plastikstuhl und zertrümmerte damit eine Straßenlaterne.
  6. Silk spinner – der Seidenspinner. Die Seidenraupe häutet sich viermal, und 30 bis 35 Tage nach dem Ausschlüpfen aus dem Ei ist sie spinnreif.
  7. To molt – sich häuten. Sieh oben.
  8. Occupying power – die Besatzungsmacht. Die Bundeswehr in Afghanistan werde mehr und mehr als Besatzungsmacht angesehen, beobachtete er bei seinen Reisen in die Region.
  9. To find sth a hard nut to crack – sich an ets die Zähne ausbeißen. Es ist schon beeindruckend, mit welcher Leichtigkeit ihr dies schwere Unterfangen, an dem sich die Mehrzahl der Autoren ihr Leben lang die Zähne ausbeißen, gelingt.
  10. To exhaust, to waste – aufzehren. Der Filmvermarkter IM Internationalmedia AG hat offenbar Finanzprobleme. Es sei mehr als die Hälfte des Grundkapitals aufgezehrt worden, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Azubine – vorurteilsschwanger – wissen, wie der Hase läuft – Gaumenfreude – vergraulen – halbseiden – sich tummeln – sich kringeln vor lachen – Stachelschwein – verbriefen

August 31, 2007 von oliva
  1. Apprentice – die Azubine (fem.). Nette Azubine sucht ein WG-Zimmer in der Mitte.
  2. Prejudice-ridden – vorurteilsschwanger. Das ist mal wieder ziemlich vorurteilsschwanger und platt formuliert – eben typisch populistisches Geschwätz!
  3. To know which way the wind blows – wissen, wie der Hase läuft. Wenn die Medien den Hype um diese Kunstwelt nicht hoch hielten, dann würde sich keiner mehr dafür interessieren. Man muss sich nur mal die bereinigten Nutzerzahlen ansehen, dann merkt man, wo der Hase läuft.
  4. Culinary delights – die Gaumenfreude. Es wird auch demonstriert, dass Gemüse nicht nur gesund ist, sondern auch noch gut schmeckend zur Gaumenfreude werden kann.
  5. To put off – vergraulen. Bislang hat sich der US-Internetgigant Google, der Youtube im November vergangenen Jahres übernommen hat, mit Werbung auf dem Videoportal zurückgehalten, um keinen der monatlich mehr als 130 Millionen Besucher zu vergraulen.
  6. Dubious – halbseiden. Heute ist es eine der großen Geschäftsstraßen der Münchner Innenstadt, aber in den Zwanzigern und Dreißigern tummelten sich dort halbseidene Gestalten.
  7. To bustle – sich tummeln. Sieh oben.
  8. To kill oneself laughing – sich kringeln vor Lachen. Ich habe mittlerweile alle Bücher von der Autorin gelesen und mich besonders bei den Geschichten über Familie Schnidt gekringelt vor Lachen.
  9. Porcupine – das Stachelschwein. Entgegen alten Vorstellungen schießen die Stachelschweine nicht mit ihren Stacheln. Sie verwenden sie aber durchaus zur Abwehr von Feinden.
  10. To document – verbriefen. Zertifikate sind von Banken begebene Schuldverschreibungen und verbriefen das Recht an einer Wertentwicklung eines zugrundeliegenden Investments wie einer Aktie oder eines Index teilzunehmen.

Verdammenswert – Missstand – ins Lot bringen – Geduldsprobe – hinarbeiten – Trugschluss – unterbinden – abrechen – sich ins Endlose erstrecken – unterbleiben

August 30, 2007 von oliva
  1. Despicable – verdammenswert. Ist Homosexualität verdammenswert? Soll man seine Kinder in eine Schule schicken, die den Darwinismus für Teufelswerk hält?
  2. Drawback, bad state of affairs – der Missstand. Wann hören wir auf zu glauben, für jeden isolierten Missstand gebe es gleich ein passgenaues Gesetz, um alles wieder ins Lot zu rücken?
  3. To set in order, to fix, to straigten out – ins Lot bringen/rücken. Überschwemmungen, Erdbeben und andere Naturkatastrophen, so lerne ich, entstehen nur durch ein Ungleichgewicht zwischen guten und bösen Schwingungen, das durch die richtigen Gebete wieder ins Lot gebracht werden kann. *** Sieh auch oben.
  4. Trial of patience – die Geduldsprobe. Die Asfinag testet gerade ein Videoüberwachungssystem: Staus sollen so automatisch erkannt und vermieden werden. Jenen Autofahrern, die am kommenden Wochenende – mit der stärksten Rückreisewelle – ihren Urlaub mit einer Geduldsprobe in einem Stau beenden werden, bringt das freilich wenig.
  5. To aim at sth – auf ets hinarbeiten. Abgeordnete des Regierungslagers hatten oppositionellen Journalisten vorgeworfen, Gelder aus den USA entgegengenommen und ständige Kontakte zu US-amerikanischen Institutionen unterhalten zu haben, die auf einen Regimewechsel in Venezuela hinarbeiten.
  6. Deception, fallacy – der Trugschluss. Der typische Sommer hat in Deutschland eine Mitteltemperatur von 16,3 Grad, im Moment sind wir bei 17,2 Grad. Trotzdem hält fast jeder diesen Sommer für einen der kältesten. Ein Trugschluss: Wir sind zu warm bisher.
  7. To stop, to prevent – unterbinden. Südkorea hat sich verpflichtet, christliche Missionstätigkeit in Afghanistan zu unterbinden.
  8. To rake off – abrechen. Nur im Herbst sollten Sie die abgestorbenen Pflanzenteile und das Laub abrechen.
  9. To stretch to infinity – sich ins Endlose entstrecken. Drei Schritte dahinter erstreckt sich verbrannte Erde mit Steinen und Felsen ins Endlose.
  10. To cease – unterbleiben. Die Schutzzone 1 ist auch Naturschutzgebiet und in solchen hat alles zu unterbleiben, was die Tierwelt beunruhigen könnte.

Ramschladen – Konterfei – fremdeln – Gosse – ohne Besinnen – sich verrennen – die Waffen strecken – Marder – Fleischfresser – stempeln gehen

August 29, 2007 von oliva
  1. Junk shop – der Ramschladen. Tassen mit ihrem Konterfei sind in jedem Ramschladen zu haben: Diana-Devotionalienjäger kommen in London voll auf ihre Kosten.
  2. Likeness, portrait – das Konterfei. Sieh oben. Und fast jede Ecke in der Stadt erzählt eine Geschichte von Evita. Die Buchläden an der Avenida Corrientes sind voll gestopft mit Titeln über den Peronismus, an den Postkartenständen und Kiosken prangt das Konterfei der Volksheldin.
  3. To be shy and confused in a new environment – fremdeln. 100 Tage nach seinem Amtsantritt fremdelt der neue SPD-Chef in der Berliner Politmaschinerie. *** Wenn Ihr Kind fremdelt, ziehen Sie daraus nicht den Schluss, es jetzt von allen Menschen fern zu halten. Auf dem sicheren Arm von Mutter oder Vater kann es weiterhin mit Fremden in Kontakt kommen.
  4. Squalor, gutter – die Gosse. Vom Rampenlicht in die Gosse: Wenn der große Ruhm verblasst. Via Casting-Shows und Reality-Soaps drängen zahlreiche Menschen ins Rampenlicht. Aber all die DSDS- und Big Brother-Kandidaten sollten eines bedenken: Zwischen riesiger Popularität und gesellschaftlichem Abseits ist es oft nur ein schmaler Grat. Das belegen zahlreiche prominente Beispiele.
  5. Without hesitation – ohne Besinnen. Sein Leben ging gänzlich auf in seinen geistigen Interessen; diesen opferte er ohne Besinnen den Nachtschlaf, die Stunden nach Tisch, wo andere gern ruhen, ja die Essenszeit selbst, indem häufig neben dem Teller das aufgeschlagene Buch lag und er wohl gar zwischen den Gängen der Mahlzeit aufsprang und an den Schreibtisch eilte.
  6. To get stuck – sich verrennen. Nie seit Vietnam hat sich Amerika außenpolitisch so verrannt. *** Die Lektüre des Schreibens macht deutlich, wie sehr sich Ralph Giordano in seiner subjektiven Sicht der Dinge verrannt hat.
  7. To give up – die Waffen strecken. Bevor die deutschen Truppen am 28. April des Jahres 1945 vor den Alliierten kapitulierten, hatten bereits viele Wehrmachtsdivisionen vor Partisaneneinheiten die Waffen gestreckt.
  8. Marten – der Marder. Marder sind vorrangig Fleischfresser, je nach Art und Jahreszeit nehmen sie in unterschiedlichem Ausmaß aber auch pflanzliche Nahrung zu sich.
  9. Carnivore – der Fleichfresser. Sieh oben.
  10. To be on the dole – stempeln gehen. Schon damals suchte sie vergebens nach einer Stelle im kaufmännischen Bereich. „Stempeln zu gehen kam für mich nicht in Frage. Ich wollte nie eine ‚Sozialschmarotzerin‘ sein, die in den Augen der Gesellschaft den ganzen Tag auf der faulen Haut herumliegt.“

Unentrinnbar – verlustig gehen – Hochmut – Wehmut – hochnäsig – Bedeutung beilegen – Papiertiger – Faustregel – Ranzen – bis an das Ende aller Tage

August 28, 2007 von oliva
  1. Inescapable, inevitable – unentrinnbar. Von außen auferlegten Modernisierungszwängen, die den Einzelnen und ganze Gesellschaften zu Instrumenten vermeintlich unentrinnbarer Notwendigkeiten reduzieren, unterwerfen sich die Bürger heute nicht ohne weiteres – stattdessen machen sie einfach weiter wie bisher.
  2. To lose sth – einer Sache verlustig gehen. Am 14. Juli 1789 stürmte das Volk von Paris die Bastille, jenes verhasste Symbol absolutistischer Macht, und befreite die darin Gefangenen. Anfang vom Ende der Monarchie, deren Vertreter ihrer Köpfe unter der Guillotine verlustig gingen.
  3. Arrogance – der Hochmut. Ein Sprichwort besagt: Hochmut kommt vor dem Fall. Es bedeutet, dass dem überheblichen, übermäßig stolzen Menschen Erniedrigung droht.
  4. Melancholy – die Wehmut. Im Blick der Menschen, die sich zwanzig Jahre nicht gesehen haben, trifft alles aufeinander: die Wehmut des Älterwerdens, die Frage, ob alles ganz anders hätte kommen können, und die Verunsicherung einer Generation, aus deren Daseinskonstrukten es plötzlich hohl zurücktönt.
  5. Snooty – hochnäsig. Diese hochnäsige Sippe verachtete mich ganz ebenso, wie ein Schuhmacher einen Flickschuster.
  6. To attach importance to sth – einer Sache Bedeutung beilegen. Der Chinese legt Farben eine große Bedeutung bei; jede einzelne bringt irgend einen Gedanken, irgend eine Stimmung zum Ausdruck.
  7. Paper tiger – der Papiertiger. Bis Weihnachten will er eine Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes durchs Kabinett bringen, die eine Verordnungsermächtigung zum Verbot des unerwünschten Stroms enthält. Ob die mehr als ein Papiertiger ist, muss sich allerdings erst erweisen.
  8. Rule of thumb – die Faustregel. Für das Höchstgewicht des Schulranzens gibt es eine einfache Faustregel: Tasche und Inhalt sollten maximal 10 bis 12 Prozent des Körpergewichtes betragen.
  9. Satchel – der Ranzen. Sieh oben.
  10. Forever – bis an das Ende aller Tage. Viele kleine Jungs träumen davon, mit dem Drachen zu kämpfen, die Prinzessin zu befreien und sie zu lieben bis an das Ende aller Tage.

Aufwiegeln – Mischpoke – abfüllen – prickeln – Fundus – Knebelvertrag – waschecht – Tohuwabohu – abschmettern – kein Zuckerschlecken

August 27, 2007 von oliva
  1. To stir up – aufwiegeln. Die Strategie des türkischen Geheimdienstes ist es, die Völker Südkurdistans gegeneinander aufzuwiegeln und auszuspielen.
  2. Clan, mob – die Mischpoke. Die Dominikanische Republik ist für viele Deutsche das paradiesische Urlaubsziel in der Karibik. Doch auch viele Betrüger, Drogendealer und Pädophile aus der Heimat lassen sich in dem Land nieder. „Nirgendwo sonst versammelt sich eine so schlimme Mischpoke von Deutschen“, sagt ein hochrangiger deutscher Diplomat.
  3. To get sb sloshed – jn abfüllen. Ich war vor 6 Wochen auf einer Party. Dort wurde ich von 5 Kollegen ziemlich fest abgefüllt.
  4. To tickle – prickeln. Der Rosé ist ein bisschen blass, aber prickelt erfrischend
  5. Fund, stock – der Fundus. Google hat weiter bekannt gegeben, in seiner Nachrichtenübersicht künftig jeweils passende Videos aus seinem YouTube-Fundus zu zeigen.
  6. Oppressive contract – der Knebelvertrag. Als Knebelvertrag bezeichnet man umgangssprachlich ein Vertragswerk, das darauf abzielt, eine Vertragspartei – zu für die andere Partei günstigen Konditionen – möglichst langfristig in dem Vertragsverhältnis festzuhalten.
  7. Genuine – waschecht. In Wirklichkeit handelt es sich jedoch um einen waschechten Porno, ziemlich hartes Zeug, garantiert nicht jugendfrei.
  8. Chaos – das Tohuwabohu. Jelzin hat eine vorsichtige Außenpolitik betrieben, während im Inneren seines Landes Tohuwabohu herrschte.
  9. To throw out, to turn down – abschmettern. Schon seit Jahren kämpfen Krebspatienten, Multiple-Sklerose-Kranke und andere schwer Leidende dafür, Cannabis legal einnehmen zu dürfen. Bisher wurden entsprechende Gesuche von der Bundesopiumstelle pauschal abgeschmettert.
  10. No picnic – kein Zuckerschlecken. Kein Zuckerschlecken waren die vergangenen Jahre für deutsche Fondsgesellschaften: Nach dem Einbruch der Aktienmärkte in den Jahren 2000 bis 2002 flüchteten viele Anleger aus Fonds.